PeléPelé, eigentlich Edson Arantes do Nascimento (* 23. Oktober 1940 in Três Corações im brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais) ist ein ehemaliger brasilianischer Fußballspieler. Er gilt zusammen mit Diego Maradona als bester Fußballer der Geschichte und wurde von der FIFA zum Weltfußballer des vergangenen Jahrhunderts gewählt.Leben Pelé ist der Sohn eines armen Provinz-Fußballers und einer Wäscherin. Er lernte das Fußballspiel auf der Straße. Der kleine Junge begeisterte sich für den Torwart der Mannschaft seines Vaters namens "Bilé" und erklärte, er wolle spielen wie "Pilé". Hieraus entwickelte sich der Spitzname "Pelé". Heute trägt Pelé in Brasilien auch die Ehrenbezeichnung "O Rei" - der König. Der bürgerliche Vorname lautet "Edson", was in Brasilien etwa wie "Edison" ausgesprochen wird. Der Name verweist auf den amerikanischen Erfinder Thomas Edison. Seine Fußballer-Laufbahn begann mit 16 Jahren beim FC Santos. Zehn Monate später trat er erstmals international auf die erste Stiege. Bei der Weltmeisterschaft 1958 in Schweden wurde er mit der brasilianischen Fußballnationalmannschaft Weltmeister. Damals war er gerade 17 Jahre alt; einen jüngeren Fußballweltmeister gibt es bis heute nicht. Er gewann mit Brasilien noch zwei weitere Weltmeisterschaften, nämlich die WM 1962 und die WM 1970. 1962 fehlte er verletzungsbedingt bei einigen Spielen der WM. Auch im WM-Turnier 1966, als Brasilien bereits in der Vorrunde ausschied, setzten ihn Verletzungen zeitweise außer Gefecht. Er spielte bis 1974 beim FC Santos und schoss für den Klub 1.088 Tore in 1.114 Spielen. Am 19. November 1969 schoss er im Maracanã-Stadion sein tausendstes Tor, das er publikumswirksam als Elfmeter verwandeln konnte. Aus Anlass dieses Rekordes läuteten in ganz Brasilien die Glocken und wurde eine brasilianische Sonderbriefmarke herausgegeben. Staatspräsident Medici genehmigte einen Feiertag. Pelés Engagements in wirtschaftlicher Hinsicht endeten mehrfach mit einem Fiasko. Zunächst vertraute er sein Vermögen einem Freund an, der jedoch sein gesamtes Geld veruntreut hatte. Nach dem Betrug seiner Geschäftspartner in einem Immobiliengeschäft Anfang der 1970er Jahre war er gezwungen, seine schon für beendet erklärte Fußballerlaufbahn wieder aufzunehmen, um seine Schulden abbezahlen zu können. Er unterschrieb einen Vertrag beim New York Cosmos für mehrere Millionen Dollar jährlich, was die bis dato höchste Transfersumme gewesen war. In New York hatte er sich auch erstmals die Methoden einer professionellen Geschäftsführung angeeignet. Er spielte für den Club New York Cosmos von 1974 bis 1977 und beendete dann seine Laufbahn. In der Bestenliste der WM-Torschützen belegt er mit 12 Toren den 4. Platz. Als einziger Spieler wurde er mit seiner Mannschaft dreimal Weltmeister. Ebenso gelang es ihm, sich bei allen 4 WM-Turnieren in die Torschützenliste einzutragen, eine Leistung, die außer ihm nur noch Uwe Seeler gelang. Am Ende seiner Karriere (1977) hatte er insgesamt 1.281 Tore in 1.363 Spielen erzielt. Pelé hat bisher die drittmeisten Tore geschossen (nach seinem Landsmann Arthur Friedenreich und Gerd Müller). In den 92 Einsätzen für die brasilianische Nationalmannschaft erzielte er 77 Tore. Da bis in 1970er Jahre hinein noch ohne die Sanktionierung von Gelben und Roten Karten viel härter als heutzutage „gespielt“ wurde, vermuten Pelé-Kenner die Möglichkeit einer doppelt so hohen Trefferzahl unter heutigen Bedingungen. Die einzige Möglichkeit, Pelé auszuschalten, bestand für die Verteidiger im Foulspiel. Ständige Attacken führten auch bei der Weltmeisterschaft in England 1966 zum vorzeitigen Ausscheiden Pelés als auch der brasilianischen Mannschaft. Allerdings hatte der englische Verbandsvorsitzende den Schiedsrichtern die Anweisung gegeben, die Spiele gegen Brasilien „laufen“ zu lassen, was die Erlaubnis zum Foulspiel jeglicher Art bedeutete. Am 2. Januar 1995 ernannte ihn der frisch gewählte Staatspräsident Brasiliens Fernando Henrique Cardoso zum außerordentlichen Sportminister. In dieser Eigenschaft versuchte er vor allem, die Korruption seiner heimischen Fußballfunktionäre zu bekämpfen. 1998 schied Pelé aus dem Amt aus. 1999 Im November 2005 wurde Pelé Ehrenmitglied des Fußballvereins Rot-Weiss Essen. Bei Verleihung der Mitgliedsurkunde sagte Pelé: „Es ist für mich eine große Ehre, jetzt dem Verein anzugehören, in dem der ‚Boss‘ Helmut Rahn spielte.“ Am 21. Februar 1966 heiratete Pelé Rosemeri dos Reis Cholby. Der Ehe entstammen die Töchter Kelly Cristina (* 13.01.1967) und Jennifer (* 1978) sowie der Sohn Edson ("Edinho" - kleiner Edson,. * 1971). Diese Ehe wurde 1978 geschieden. Ein schwerer persönlicher Schicksalsschlag war für ihn die wiederholte Verhaftung seines ältesten Sohns Edinho wegen Drogenhandels im Jahr 2005. In den 1990er Jahren erkannte Pelé die Vaterschaft für zwei uneheliche Töchter an: Sandra Regina Machado (* 24. August 1964) aus der Beziehung zu einer Hausangestellten, und Flávia Kurtz (* 1970), aus der Verbindung mit einer Journalistik-Studentin. Bei Sandra musste Pelé sich in einem Gerichtsverfahren einer DNA-Analyse unterziehen; bei Flávia erkannte er die Vaterschaft freiwillig an. Seit April 1994 ist Pelé mit der Psychologin und Gospelsängerin Assíria Lemos Seixas verheiratet, die nach künstlicher Befruchtung am 28. September 1996 durch Notkaiserschnitt die Zwillinge Joshua und Celeste gebar. Im Jahr 2002 warb Pelé für das Stärkungsmittel Viagra. Zur Übersicht Dieser Artikel basiert auf dem Artikel "FIFA 100 " aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. 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