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Zico

Zico (* 3. März 1953 in Rio de Janeiro; eigentlich Arthur Antunes Coimbra) ist ein ehemaliger brasilianischer Fußballspieler und heute der Trainer der japanischen Fußballnationalmannschaft.
Zico wurde der weiße Pele genannt und war einer der populärsten Spieler Brasiliens der 1970er und 1980er Jahre. In 89 Länderspielen schoß er 66 Tore. Er spielte von 1971 bis 1983 und 1985 bis 1989 bei CR Flamengo in Rio de Janeiro. Zwischenzeitlich war er in Italien bei Udinese unter Vertrag. Wie Pelé trug er im Verein wie in der Nationalmannschaft die legendäre Nummer 10. Sein internationaler Stern ging bei der Fußballweltmeisterschaft 1978 in Argentinien auf, jedoch stand er hier noch im Schatten seines Vorgängers in der zentralen Mittelfeldposition Roberto Rivelino. Brasilien wurde WM-Dritter, doch Zico saß im Spiel um den dritten Platz nur auf der Ersatzbank.
Zur Fußballweltmeisterschaft 1982 in Spanien fuhr er dann als weltbester Mittelfeldregisseur der damaligen Zeit und Brasilien galt als WM-Favorit. Zico erzielte zwar vier Tore und bezwang den Titelverteidiger Argentinien mit 3:1, doch im entscheidenden Spiel der zweiten Finalrunde war Brasilien mit 2:3 dem späteren Weltmeister Italien unterlegen.
Bei der Fußballweltmeisterschaft 1986 in Mexiko war Zico zwar immer noch einer der besten Spieler der Welt, hatte seinen Zenit jedoch überschritten. Verletzungsbedingt fehlte er in den meisten Spielen und wurde nur noch zu Kurzeinsätzen eingewechselt. Doch konnte er im dramatischen Viertelfinalspiel gegen Frankreich auch keine Wende herbeiführen. In der 72. Minute für Müller eingewechselt, scheiterte er in der 82. Minute per Elfmeter an Joel Bats und verlor letztendlich wieder ein wichtiges Spiel - wenn auch erst im Elfmeterschießen. Frankreich siegte 5-4 n. E. im besten Spiel der WM 1986.
Der neben Michel Platini und Diego Maradona weltbeste Mittelfeldspieler seiner Zeit beendete seine Karriere ohne Weltmeistertitel 1990 zum ersten Mal und arbeitete für kurze Zeit im brasilianischen Sportministerium, um kurz darauf als Aktiver zu den Kashima Antlers in die japanische J. League zu gehen. 1994 wechselte er auf die Trainerbank und wurde Technischer Direktor von Kashima. Mit Zico schaffte Kashima dauerhaft den Aufstieg von der zweiten in die japanische erste Liga, weshalb diese kleine Stadt schließlich auch ein Austragungsort der Fußball-Weltmeisterschaft 2002 wurde.
Nach dieser WM übernahm Zico den Trainerposten der japanischen Nationalmannschaft vom Franzosen Philippe Troussier, der das vorher drittklassige Team bis ins Achtelfinale geführt hatte. Zico, der kein Japanisch spricht, konnte den hohen Erwartungen der japanischen Öffentlichkeit bisher dennoch gerecht werden, unter anderem mit mehreren Kantersiegen in der asiatischen Qualifikation für die Fußball-Weltmeisterschaft 2006.

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